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Musik | Neu für den Sektor
Wir präsentieren euch jede Woche die neuesten Songs, die wir in 1LIVE spielen.
Gerade einmal 16 Jahre alt war Usher, als 1994 sein erstes - nach ihm benanntes - Album raus kam. Inzwischen ist er 33 und kann auf 18 erfolgreiche Jahre im Musikgeschäft zurückblicken, in denen er über 43 Millionen Alben verkauft und sieben Grammys gewonnen hat. Im Juni erscheint mit "Looking 4 Myself" Ushers siebtes Studioalbum. Insgesamt 14 Songs hat er auf das neue Album gepackt und sich hochkarätige Featuregäste wie Pharrell Williams von N.E.R.D und Rapper Rick Ross ins Studio geholt. Die erste Singleauskopplung heißt "Scream" und entstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Max Martin. Der war auch schon 2010 bei Ushers Hit "DJ Got Us Fallin' in Love" beteiligt. Die Singles "More", "OMG" (mit will.i.am) und "Without You" (mit David Guetta) feierten ebenfalls weltweit Charterfolge. Und genau da wird auch die neue Single anknüpfen, denn die Tanzflächen werden auf jeden Fall nicht still stehen.
Ende 2009 haben sich fünf Jungs aus Chemnitz zusammengeschlossen und die Band Kraftklub gegründet. 2010 dann schon der erste Erfolg: Felix (Rap), Karl (Gitarre, Gesang), Till (Bass), Steffen (Gitarre) und Max (Schlagzeug) gewinnen den New Music Award. Von da an wurde durch das Land getourt - mal mit den Beasteaks, mal mit Fettes Brot oder Casper. Das Debütalbum "Mit K" erschien dann im Januar 2012 und schaffte das absolut Unerwartete: Den direkten Charteinstieg von 0 auf Platz 1.
Kraftklub haben mit ihrem eingängigen Mix aus Deutsch-Rap und Indie-Rock einen Nerv getroffen. Ihre Platte ist rockig-tanzbar, die Texte unangestrengt und unterhaltsam. Es gibt genau einen Song auf den die Beschreibung rockig-tanzbar nicht zutrifft. "Kein Liebeslied" heißt der eher langsame Song, der zwar wie Kraftklub behaupten KEIN Liebeslied sein soll, aber es irgendwie doch ist. Aber es ist halt auch nicht die Sorte von Liebeslied, die vor Schmalz und Schnulzigkeit trieft. Der Song gehört eher in die Kategorie: cool, unangestrengt, ehrlich. "Ich hoffe du verstehst mich / Dass ich dich mag heißt nur, dass ich nicht weiss, wie man das anders sagt", gibt Felix beispielsweise irgendwie unbeholfen zum Besten. Ein Liebeslied also, für das man sich nicht schämt und das jedes Mädel gerne gewidmet bekommen würde.
Mit seiner Single "Louder" knackte DJ Fresh letztes Jahr zum ersten Mal in seiner Karriere die Chartspitze in Großbritannien. Damit wurde "Louder" gleichzeitig auch die erste Drum'n'Bass-Nummer 1 in der Geschichte der britischen Charts. Mit seinem neuesten Hit "Hot right now" konnte DJ Fresh, der eigentlich Daniel Stein heißt, seinen Erfolg von 2011 wiederholen. Für die Vocals hat er sich die 21-jährige Newcomerin Rita Ora geholt. Die Britin hat bereits mit 18 Jahren einen Deal bei Roc Nation (Plattenlabel von Rap-Mogul Jay-Z) unterschrieben und gilt als heißeste Entdeckung seit Rihanna. Für's Debütalbum durfte sich Rita viel Zeit lassen, denn Mentor Jay-Z wollte, dass sein neue Schützling auch zu 100% mit dem Album zufrieden ist. Die Arbeiten sind fast fertig und im Sommer soll das Debüt, auf dem auch Größen wie Kayne West und Drake mit drauf sind, endlich erscheinen. Größen wie Kanye West und Drake werden drauf zu hören sein. Erste Erfahrung bei Live-Auftritten konnten Rita im letzten Monat auch schon sammeln: Für ein paar Shows hat sie Coldplay auf ihrer aktuellen Welttournee vor ausverkauften Stadien unterstützt! Wenn das mal kein Einstand ist!
Auf dem 2006er Mixtape "Als waer's das Album" des Duos Maeckes und Plan B kommt es im Song "Unsere kleine Farm" erstmals zum folgenschweren Feature dieser vier Wortakrobaten. Nur wenig später formieren sich die Rapper Kaas, Maeckes, Plan B und Tua zur Gruppe "Die Orsons" und gehen seitdem als Quartett durch die deutsche Hip-Hop Landschaft. Zwei Alben haben sie bisher raus gebracht und die spalten in zwei Lager: Die einen lieben die Orsons, die anderen können nix mit Ihnen anfangen. Doch alle, die Fans geworden sind, warten seit der letzten Veröffentlichung 2009 sehnsüchtig auf neues Material. Noch 2012 soll eine neue Platte erscheinen, aber bis dahin gibt es mit der EP "Jetzt" schon mal einen Vorgeschmack auf den kommenden Sound der Orsons.
Vom Old-School-Battle über abgefahrenen Dubstep bishin zum großen Storytelling – Total unverkrampft und unterhaltsam kriegen sie diesen wilden Mix auf der 9-Track-EP hin. Mit der gleichnamigen Single "Jetzt" koppeln sie eine Ode an das Leben im Hier und Jetzt aus. Denn "sollten unsere Kinder irgendwann mal meckern "früher war alles viel besser", dann meinen sie damit jetzt" geben uns die Orsons ein wenigs Lebensweisheit mit auf den Weg. Die EP macht Lust auf mehr! Auch Herbert Grönemeyer hat die Jungs für sich entdeckt und nimmt sie auf seiner aktuellen "Schiffsverkehr Tour 2012" mit durch die Republik.
Alt-J ist irgendwie ein merkwürdiger Bandname. Liegt wohl daran, dass die Band gar nicht so heißt. Denn eigentlich ist das Symbol ∆ (Delta) der Bandname und die Tastenkombination Alt-J (sofern man denn einen Mac hat) ist quasi die Anleitung zum ∆. Das Quartett aus Leeds hat sich 2007 im Studium kennengelernt und macht seitdem gemeinsam Musik. Seit ihrer Single "Matilda" gelten Alt-J in ihrer Heimat England als Rohdiamant und das Debütalbum wird mit Spannung erwartet. Am 25. Mai ist es soweit, dann erscheint "An Awesome Wave" endlich. Insgesamt 13 Songs haben die vier Jungs (zeigen sich übrigens nicht gerne in der Öffentlichkeit) auf's Album gepackt. Darunter auch die Vorab-Single "Breezeblocks". Der Song sorgt für angenehme Entspannung und spätestens nach der "I Love you so"-Hook ist man selbst ein bisschen verliebt in diese ungewöhnliche Band.
Mit ihrem aktuellen Album "In Time to Voices" haben sich die Blood Red Shoes endgültig aus dem Schatten der White Stripes und ständigen Vergleichen mit Ihnen gespielt. Laura-Mary Carter und Steve Ansell zeigen, dass sie genug eigenes Profil haben. Für die neue Platte hat das Duo aus Brighton das Songwriting in den Vordergrund gestellt. Wie sie selber sagen, haben sie sich dafür an Bands wie Fleetwood Mac orientiert. Ihre Punk-Rock Wurzeln haben sie dabei aber nicht vergessen, die erste Single "Lost Kids" ist der beste Beweis dafür. Der Song hat eine klare Struktur, einprägsames Gitarrenriff und die fast schon schreienden Stimmen von Laura-Mary und Steven sind perfekt aufeinander abgestimmt. Das Ganze lädt regelrecht dazu ein die Live-Umsetzung dessen sehen zu wollen. Ende Mai habt ihr dazu auch schon Gelegenheit, denn die Blood Red Shoes kommen für ein paar Gigs nach Deutschland. Am 21. Mai starten sie in Münster ihre Deutschland-Tour.
Seit 20 Jahren macht Boris Lauterback a.k.a König Boris mit Fettes Brot Musik. Sie haben insgesamt sieben Studioalben veröffentlicht, zahlreiche Mitsing-Hits wie "Jein" und "Emanuela" rausgebracht und konnten schon fünf Mal die 1LIVE Krone mit nach Hause nehmen. Ende 2010 haben Fettes Brot eine Pause auf unbestimmte Zeit verkündet. Doch König Boris wollte nicht so ganz pausieren und hat sich entschieden, seine Energie in ein Soloprojekt zu stecken. "Der König tanzt" heißt es und klingt – und das ist wirklich überraschend – so gar nicht nach Fettes Brot. Schon die erste Single "Alles dreht sich" hat gezeigt, dass sich Boris für den New Wave Sound der 80er Jahre entschieden hat. Die größte Überraschung aber bleibt: Anstatt zu rappen, singt er jetzt. Rechnet er in "Alles dreht sich" noch mit der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft ab, wendet er sich im Titeltrack zum Album "Der König tanzt" Problemen mit dem eigenen Selbstwertgefühl zu. Sein Kopf-Hoch-Motto für all' diejenigen, die das Gefühl haben ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden zu haben: "Wenn es Dir (warum auch immer ) scheiße geht, dann tanz!"
Maximo Park sind zurück! Nach dreijähriger Pause kündigen die Britrocker endlich ihr viertes Studioalbum an. "The National Health" heißt das neue Werk und erscheint am 8. Juni in Deutschland. Die neue Single "Write This Down" gibt's aber schon jetzt. Frontmann Paul Smith verarbeitet darin eine gescheiterte Beziehung. Das heißt aber nicht, dass der Song leise und melancholisch ist. Im Gegenteil: Der Song strotzt vor Kraft, Tempo und kantige Gitarren. "I'm not gonna be around, you better write this down, I'm gonna leave without a sound, you better write this down", schreit er der Ex beispielsweise immer wieder im Refrain entgegen.
Insgesamt 13 Songs haben Maximo Park auf den Nachfolger zu "Quicken the Heart" gepackt. Die Erwartungen an das neue Werk sind hoch, schließlich waren die letzten beiden Alben der Briten Top-15-Erfolge.
Über 17 Jahre ist es schon her, dass The Offspring mit dem Album "Smash" und der Single "Self Esteem" den internationalen Durchbruch schafften. Spätestens seit "Pretty fly (for a white guy)", was wohl jeder mitgesungen hat, sind die US-Rocker auch der breiten Masse bekannt. Ganze vier Jahre haben sich The Offspring seit ihrem letzten Album "Rise and Fall, Rage and Grace" Zeit gelassen, doch das Warten hat jetzt ein Ende. Im Juni veröffentlichen die Jungs aus Orange County ihr neuntes Studioalbum. "Days Go By" heißt der Longplayer, auf den sie ingesamt zwölf neue Songs gepackt haben. Hinter den Reglern saß kein Geringerer als Metallica-Produzent Bob Rock. Einen ersten Vorgeschmack auf das neue Album liefert der Titel-Track, der als erste Singleauskopplung veröffentlicht wird.
Am 25. Mai starten The Offspring in Madrid ihre Europa-Tour. Ihren einzigen Deutschland-Gig haben sie am 29. Mai in Hamburg. Anfang Juni könnt ihr The Offspring nur noch bei "Rock am Ring" und "Rock im Park" sehen.
2007 lieferte Calvin Harris mit "Acceptable in the 80's" das Intro für die dritte Staffel von Germany's Next Topmodel und schaffte es mit seiner Hommage an die 80er Jahre immerhin in die Top 30 der Singlecharts. Doch der richtig große Erfolg für den 28-jährigen Schotten sollte noch kommen. Für die Vocals zu seiner Single "We found Love" ließ der Produzent und Songwriter keine Andere als Superstar Rihanna ans Mikro. "We found Love" schaffte den internationalen Durchbruch. Erreichte unter anderem in Großbritannien und in den USA die Spitzenposition. In Deutschland schaffte es die Single sogar auf Anhieb von null auf eins in die Charts und gab den Platz wochenlang auch nicht mehr her.
Vor Rihanna hat Calvin Harris schon mit Stars wie Kylie Minogue, Dizze Rascal zusammengearbeitet. Für seinen neuen Dancefloor-Kracher hat sich Calvin Harris R&B Superstar Ne-Yo ins Studio geholt. Er arbeitet einfach gern mit anderen Künstlern zusammen. Mit wem er sonst noch gerne ins Studio gehen würde, hat er auch verraten: "Ich würde gern mal was mit Prince machen. Er ist unglaublich. Oder mit Andre 3000. Aber das wird beides wohl nie stattfinden." Wer weiss, vielleicht klappt es ja doch.
In ihrer Heimat Großbritannien hat Emeli Sandé gerade einen neuen Rekord aufgestellt. Über 400.000 Mal hat sich ihr Album "Our Version of Events" bereits verkauft und ist damit jetzt schon das bestverkaufte Debütalbum des Jahres in Großbritannien. Es hat sich also gelohnt, dass die 25-jährige Schottin ihr Medizin-Studium (4,5 Jahre mit Fachrichtung Neurologie) an den Nagel gehängt hat und ihrem Kindheitstraum "Musikerin werden" gefolgt ist.
Emeli ist ein Multitalent: Sie spielt Klavier und Klarinette, kann singen und ist dazu auch noch eine talentierte Songwriterin. Inzwischen hat sie zum Beispiel schon Hits für Cheryl Cole und Leona Lewis geschrieben. "Next to me" heißt die dritte Singleauskopplung aus ihrem Erfolgsalbum, die in Großbritannien schon Platz zwei der Charts erreicht hat.
Seit mehr als vier Wochen werden die UK-Single-Charts von einer jungen Frau namens Carly Rae Jepsen angeführt. Kennt ihr nicht? Noch nicht! Denn das Carly sich mit ihrem Ohrwurm "Call me maybe" auch bei euch ins Ohr schleichen wird, ist nur eine Frage der Zeit. Im Internet könnt ihr euch anschauen, dass auch schon Stars wie Justin Bieber und Katy Perry im Carly-Fieber sind und die Hüften zum Pophit schwingen und mitsingen. Mit Freunden zusammen haben sie lustige Videos zu dem Song gedreht und ihm damit zu einem noch größeren Erfolg verholfen.
Carly Rae Jepsen hat 2007 in der fünften Staffel von Canadian Idol mitgemacht und ist Dritte geworden. Knapp fünf Jahre nach ihrem letzten Auftritt bei American Idol erreichte sie mit "Call me maybe" Platz eins der Charts in ihrer Heimat Kanada. Ebenso ging's in Irland, Australien und Neuseeland an die Spitze der Charts. Mal schaun, wie hoch Carly mit ihrem Ohrwurm bei uns chartet.
Nach den Party-Krachern "Leider Geil" und "Bück dich hoch" kommt nun die dritte Single vom Erfolgsalbum "Befehl von ganz unten". "Der Mond" heißt sie und peilt, wie auch schon die beiden Auskopplungen davor, ganz klar die Top 15 an. Der Song ist atmosphärisch, poppig und tanzbar - Also alles das, was wir von Deichkind gewohnt sind und auch erwarten. Inhaltlich geht es diesmal aber nicht darum, vor Veganern Hackfleisch zu essen und das leider geil zu finden oder in Zeiten von Generation Praktikum Alternativen zum Hochschlafen zu finden.
Auf der neuen Single wollen die Hamburger Jungs auf den Mond auswandern. Mal ehrlich, würdet ihr ihnen so etwas Langweiliges wie Spanien oder Hawaii zutrauen? Natürlich nicht! Die Idee mit dem Mond scheint zunächst auch ganz geil zu sein, nur vor Ort merken die Jungs dann ziemlich schnell, dass es da ziemlich verlassen und kalt ist. "Der Mond ist tot / Es gibt kein Leben auf dem Mond / Er ist kalt, auch wenn er strahlt, völlig leer und unbewohnt", heißt es beispielsweise im Refrain. Deichkind bleiben uns auf der Erde als erst einmal noch erhalten, das finden wir natürlich super.
Die Musikindustrie ist sich bei den Alabama Shakes einig: Sie sind das heißeste was die USA momentan zu bieten hat. Auch Bon Iver, Adele oder Jack White sind Fans der ersten Stunde und tragen dazu bei, dass der Bekanntheitsgrad der jungen Band weiter wächst. Vor gut drei Jahren hat alles im kleinen Nest Athens in Alabama, USA, angefangen. Sängerin Brittany Howard und Bassist Zac Cockrell haben sich im Schulunterricht kenneglenert und gemerkt, dass sie musikalisch auf einer Wellenlänge funken. Nach der Schule haben sie sich zum Musikhören und Musikschreiben von Songs getroffen. Mit der Zeit stießen Heath Frogg an der Gitarre und Steve Johnson am Schlagzeug dazu und die Alabama Shakes waren geboren.
Mit der Veröffentlichung ihrer ersten EP im September 2011 kam das Medieninteresse. Die gewaltige, ausdrucksstarke Stimme von Sängerin Brittany Howard und feinster Südstaaten-Rock, der an alte Legenden erinnert konnten nicht unbeachtet bleiben. Das Album "Boys & Girls" ist seit ein paar Wochen auf dem Markt. Darauf auch die neue Single "Hang Loose", was übersetzt so viel wie "locker bleiben" heißt. "Let the ocean worry about being blue" singt Brittany Howard zum Beispiel und will, dass wir unsere Alltags-Sorgen einfach mal vergessen. Wir hören lieber mal auf Frau Howard und entspannen uns!
Nach drei Jahren Abstinenz bringen die Bostoner Elektro-Popper von Passion Pit jetzt ihre neue Single "Take a walk" raus. Am 24. Juli erscheint dann auch der Nachfolger zum Debütalbum "Manners". "Gossamer" heißt die Platte, und in einem Interview hat Sänger Michael Angelakos erzählt, dass die Texte auf dem neuen Album widerspiegeln, was er die letzten zwei Jahre so durchgemacht hat. Für die erste Single "Take a walk" hat er jedoch nicht sich selbst, sondern seine Familie analysiert. In jedem Vers widmet er sich einem Mitglied seiner Familie und dessen Lebensgeschichte - Vom Immigranten, der an der Bahnstation Blumen verkauft hat bishin zu demjenigen, der es zu mehr Erfolg und Wohlstand geschafft hat. Verpackt wurde die Familiensaga mit stampfenden Beats und Synthies, wie wir sie von Passion Pit kennen. Der Song weckt Vorfreude auf's neue Album.
Passion Pit verdankt seine Existenz übrigens einer früherin Freundin von Sänger Michael. Für seine Herzensdame nahm er vor Jahren in Eigenproduktion eine EP auf. Die kam im Freundeskreis so gut an, dass daraus ein ernstgemeintes Bandprojekt entstand. Zu fünft schloss man sich dann zusammen und Passion Pit war geboren.
Seit 2005 machen die Sängerin Victoria Legrand und der Gitarrist Alex Scally unter dem Namen Beach House Musik. 2006 haben sie ihr erstes gleichnamiges Album veröffentlicht und nur zwei Jahre später erregten sie mit dem Nachfolger "Devotion" erste Aufmerksamkeit. Aber erst 2010, mit ihrem dritten Album "Teen Dream", schafften sie den so genannten Durchbruch. Respektable Chartpositionen und euphorische Kritiken inklusive. Irgendwie ist es also schwer zu glauben, dass die Band, die gerade ihr viertes Album veröffentlicht hat, in Deutschland immer noch als "Neu" bezeichnet wird.
Ihr viertes Album "Bloom" ist vom Stil her wie die letzte Platte "Teenage Dream". Beide Alben wurden schließlich vom New Yorker Produzenten Chris Caody produziert, der auch schon mit den Yeah, Yeah, Yeahs zusammen gearbeitet hat. Die erste Single "Myth" zeigt ganz gut, worauf man sich beim Hören von Beach House einlässt: Sphärischer Pop, der von der liebreizenden Stimme Victoria Legrand's untermalt wird. Am Liebsten möchte man dazu im Grünen liegen und träumen. Mit diesem Album dürften Beach House also entgültig den veralteten Stempel "Neu" loswerden.
Vor gut zwei Jahren fing alles als Ein-Mann-Band an. Für einen Radio-Wettbewerb hatte Sänger Marius Hagen einige Akustik-Songs geschrieben und diese als Projekt "Team Me" ausgegeben und eingeschickt. Die Teilnahmebedingungen – es durften nur komplette Bands mitmachen – hat er dabei einfach mal ignoriert. Richtig so! Mit seinem vermeintlichen Bandprojekt schaffte Marius es bis ins Finale. Jetzt musste schnell eine Band her. Marius trommelte ein paar Freunde zusammen, und das Finale des Wettbewerbs war gleichzeitig auch der Beginn von Team Me als Band.
Von da an ging alles recht schnell: Im Frühjahr 2011 gingen die sechs Norweger ins Studio, nahmen ihre erste EP auf und waren kurz darauf schon mit den Wombats auf Tour. Die Veröffentlichung des Debütalbums "To the Treetops" folgte vor knapp drei Monaten. Darauf zu finden auch die neue Single "Patrick Wolf and Daniel Johns". Neben eingängiger Melodie und Chorgesang gibt es kleine akustische Verspieltheiten wie Paukenschläge, Flöten, Kinderkeyboards und Glockenspiel, die einen dazu treiben den Song mehrmals hintereinander zu hören.
Im Sommer geht es für Team Me auf große Festivaltour. Unter anderem könnt ihr die Norweger dann beim Haldern Pop Festival sehen.
Spätestens die Veröffentlichung ihres Albums "Fantasies" im Jahr 2009 machte Metric weit über die nordamerikanischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Im Juni erscheint mit "Synthetica" endlich das fünfte Album des kanadischen Indie-Quartett um Sängerin Emily Haines. Nach dem wirklich großartigen "Fantasies" sind die Erwartungen an das neue Werk, das erstmalig über das eigene Label Metric Music International erscheinen wird, natürlich hoch. Der Aussage von Gitarrist Jimmy Shaw zufolge ist die Band mit dem was sie produziert haben sehr zufrieden: "Wir hatten schon immer einen Sound im Kopf, den wir gehofft haben, realisieren zu können. Dieses Mal kam genau dieser Sound aus den Boxen zurück."
Einen Vorgeschmack auf die elf neuen Songs liefern Metric in Form der ersten Single "Youth without youth". Die kommt ganz ohne Refrain aus und erzählt die Geschichte eines Kindes, das sich in einem nicht funktionierenden Sozialstaat zum Teenager entwickelt. Verwahrlost, unzufrieden und wütend auf Alles. Ein druckvoller Song, der nahtlos an das bisherige Schaffen von Metric anknüpft.
Seit dem Debüt "Timid Tiger & a Pile of Pipers" ist einiges in und um die Kölner Band passiert: Zunächst einmal wurde mit Papercup Records ein eigens Label gegründet. Für das musikalische Schaffen von Timid Tiger aber viel tiefgreifender war wohl, dass Bassist Thilo Schmelzer und Schlagzeuger Felix Günther 2007 die Band verließen. Als Ersatz kamen Christopher Martin (Bass) und Steffen Wilmking (Schlagzeug) dazu. Drummer Steffen 'Steddy' Wilmking, der zuvor auch schon Caspers Erfolgsalbum "XOXO" produziert hat, saß auch bei der neuen Timid Tiger Platte "The Streets Are Black" hinter den Reglern.
Seine Liebe zum HipHop hat er dabei hörbar in die Platte mit einfließen lassen. Sogar Sänger Keshav kommt mit lässigem Sprechgesang daher. Das macht er aber, wie auf der zweiten Singleauskopplung "Hangin' in the Sun", so locker und ungezwungen, dass es richtig gut klingt. Ab Mitte Mai gehen die fünf Jungs von Timid Tiger auf Tour. Im Sektor machen sie am 19. Mai in Münster und am 23. Mai in ihrer Heimatstadt Köln Halt.
Wie unfassbar schnell die Zeit vergeht! Zehn Jahre ist es bereits her, dass Kettcar ihr Debütalbum "Du und wieviel von deinen Freunden" veröffentlichten. Im Februar kam dann mit "Zwischen den Runden" Album Nummer Vier der Herren aus Hamburg auf den Markt. Gleich der Opener der Platte "Rettung" ist eine kaum romantischer zu erzählende Geschichte eines Mannes, der seine betrunkene Freundin nach Hause bringt. "Wir verließen den Laden und jetzt noch 800 Meter / Ich fühlte mich erhaben wie ein Rettungs-Sanitäter / Du konntest nicht mehr gehen, das heißt Huckepack nehmen", sind die ersten Zeilen, die das kommende Elend noch nicht voll erahnen lassen.
Unverblümt besingt Marcus Wiebusch dann den weiteren Verlauf der Nacht: Wie er der Freundin das Erbrochene aus den Haaren holt, ihr Wasser einflößt und einen Eimer ans Bett stellt. Der Text ist nicht immer appetitlich, aber ehrlich. Eine Ode an die bedingungslose Liebe, das beweisen die letzten Zeilen. "Und im Türrahmen ein letzter Blick auf dich und auf das Bild des Elends / Auf dem Küchentisch dann eine Zeile: Guten Morgen, Liebe meines Lebens."
Wer genau hinhört wird erkennen, dass Kettcar in "Rettung" auch eine kleine Hommage an Michael Jackson mitliefern. Denn in leicht abgewandelter Klavier-Form haben sie die berühmte Basslinie aus "Bad" verwendet.
Eigentlich sollte das neue Album "Only One Rida (Part 2)" schon im vergangenen Jahr rauskommen. Immerhin hat Flo Rida die Singles "Good Feeling" und "Wild Ones" schon erfolgreich ausgekoppelt. "Wild Ones", das er zusammen mit Sia aufgenommen hat, schaffte es beispielsweise auf Platz sechs der deutschen Singlecharts. "Good Feeling" war sogar noch einen Tick erfolgreicher und kletterte bis an die Spitze der Charts.
Flo Rida, der eigentlich Tramar Dillard heißt, bleibt mit "Whistle" der Inbegriff der Hitmaschine. Er beweist wie Maroon 5 mit ihrem Hit "Moves like Jagger", dass gepfiffene Hooks eingänglich sind, zum Mitmachen animieren und man sie so schnell nicht wieder los wird. Wir lassen uns nur zu gern einen neuen Ohrwurm verpassen und freuen uns, wenn Flo Ridas viertes Studioalbum im Juli dann endlich wirklich erscheint.
Anfang Dezember hat es Lana del Rey mit "Video Games" auf Platz eins der deutschen Singlecharts geschafft. Von Kritikern hoch gelobt und als neue Pop-Sensation gefeiert, war es in den letzten Wochen jedoch recht still um die junge Amerikanerin. Mit ihren Live-Auftritten konnte die 25-Jährige Publikum und Kritiker nicht überzeugen. Lana zog sich nach den verpatzten Performances zurück, und ihre für März geplante Tour wurde verschoben.
Nun gibt es wieder etwas Neues von der Frau, die sich selber als "Gangster-Nancy-Sinatra" bezeichnet. "Summertime Sadness" heißt die dritte Single aus ihrem Erfolgsalbum "Born To Die", mit der Lana del Rey ihrer Linie treu bleibt: Streicher, gedämpfte Stimmung, Melancholie und eine hörbar schwermütige Stimme. Lana del Rey zieht uns erneut in ihren faszinierenden Bann und liefert mit ihrer "Summertime Sadness" den perfekten Song für regnerische Sommertage.
Der ein oder andere kennt Chima vielleicht schon, denn eigentlich ist der gebürtige Nigerianer ein alter Hase im Musikgeschäft. Erste Erfolge erzielte der Rapper und Sänger bereits mit den Brothers Keepers. Der Song "Adriano" schaffte es 2000 immerhin auf Platz fünf der deutschen Singlecharts. Auch solo war Chima, der mit vollem Namen Chimaobinna Enyiakanwanne Onyele heißt, fleißig. Zwei Alben hat er bislang veröffentlicht. Sein Debüt "Reine Glaubenssache" kam 2002, drei Jahre später folgte "Im Rahmen der Möglichkeiten".
Lange Zeit war es still um den Frankfurter, doch jetzt setzt Chima mit seiner neuen Single "Morgen" erneut zum Sprung in die Charts an. Chima besingt sein Drückerbergertum und das Gefühl sich einfach nur unter der Decke verkriechen zu wollen. Ein verschmitztes Lächeln im Gesicht hat man spätestens bei Zeilen wie "Morgen nehme ich mein Leben in die Hand, erst Morgen, aber dann richtig, Mann". Obwohl der Song davon handelt, dass der Hintern schwer wie Blei ist, animieren der Gute-Laune-Song und die Drumloop einfach zum Mittanzen. Im Sommer könnt ihr dann übrigens auch live zur Musik von Chima tanzen. Ab Juni begleitet er Tim Bendzko als Support-Act auf seiner Sommertour.
Im Frühjahr 2011 veröffentlichte die junge Schwedin Lykke Li ihr zweites Album "Wounded Ryhmes". Darauf zu finden, der wunderschöne Song "I Follow Rivers", der von Björn Yttling (Peter Bjorn and John) produziert wurde. Im Original eher eine Midtempo Nummer, die von Dunkelheit und Melancholie durchzogen ist, wird der Song in der Remix Version zur tanzbaren Uptempo Nummer. Stephan Falsao, aka The Magician hat sich an den Song gewagt und ihn in ein unbeschwertes und sonniges Gewand gehüllt. In Belgien hat er es mit dem Remix bereits Ende 2011 auf Platz 1 der Charts geschafft. Seit einigen Wochen sorgt der "Magician Remix" aber auch in den deutschen Club Charts für Wirbel und ist dort aktuell sogar auf Platz 3.
Als Teil des Duos Mattafix, landete Marlon Roudette mit der Single "Big City Life" 2005 bereits einen Riesenhit. Letztes Jahr erschien dann mit "Matter Fixed" sein erstes Soloalbum. Der Titel des Albums - eine kleine Anlehnung an seinen ersten großen Erfolg. Mit "New Age" und "Anti-Hero" wurden bereits zwei erfolgreiche Singles aus dem Album ausgekoppelt. Beide erreichten die Top 10 der deutschen Singlecharts. "New Age" kletterte sogar bis auf Platz 1. Nun steht der dritte Hit für den 29-jährigen ins Haus. "Hold On Me" heißt der gefühlvolle Song, in dem Herr Roudette das Gefühl und die Angst sich in einer Beziehung für den Partner aufzugeben thematisiert.
Mit ihrer neuen Single "Payphone" haben Maroon 5 in den USA bereits einen neuen Download-Rekord aufgestellt. 493.000 Mal wurde der Song in der ersten Woche runtergeladen – das hat bisher noch keine andere Band geschafft. In dem Song, greift Sänger Adam Levine zum Hörer, um mit seiner Ex-Freundin über die gescheiterte Beziehung zu reden. Aber Adam nimmt für das Gespräch nicht einfach sein Handy. Nein, er geht lieber - wie in fast vergessenen Zeiten - zu einem Münztelefon.
Im Juni veröffentlichen Maroon 5 ihr neues Album "Overexposed". Sänger Adam Levine zufolge, ist "Overexposed" die vielschichtigste und gleichzeitig poppigste Platte der Band. Max Martin, der auch schon für Britney Spears und Katy Perry gearbeitet hat, hat dabei die Rolle des Produzenten übernommen. Für Keyboarder Jesse Carmichael, der gerade eine Auszeit von Maroon 5 nimmt, haben sich die Jungs ein neues Mitglied ins Boot geholt. PJ Morton heißt der Neue, der die Band auch auf Tour begleiten wird.
Der neue Liebling in der britischen Musikszene heißt Willy Moon. Er ist Neuseeländer, gerade mal 21 Jahre jung und trägt gerne maßgeschneiderte Anzüge. Mit 18 Jahren hat es den jungen Willy aus seiner Heimat Neuseeland weggezogen. Er hat Europa bereist – lebte mal hier und mal dort, unter anderem in Berlin. Seit einigen Jahren ist er nun aber in London sesshaft geworden und sorgt seit Kurzem mit seinem einzigartigen Sound für Furore. Willy Moon mixt so ziemlich alles in seine Songs, was ihm musikalisch nach 1965 in die Finger kommt. Da wird der Rock'n'Roll der 60er-Jahre mit Synthesizern und knallenden Beats versetzt. So auch auf der Single "Yeah Yeah", die es ab sofort hier zu hören gibt.
Willy schreibt und produziert all seine Songs, auf wunderbar unbeschwerte Art und Weise, selber. Seine Vorliebe für Einfachheit und Knappheit ist dabei geradezu erfrischend. Keiner seiner Songs überschreitet die Drei-Minuten-Marke. Willys einfache und knappe Aussage dazu: "In der Regel passieren die interessantesten Dinge sowieso in den ersten zwei Minuten, der Rest langweilt mich zu Tode". Aktuell arbeitet Willy Moon an seinem Debütalbum. Es soll voraussichtlich im September erscheinen.
Awolnation ist eine amerikanische Indie-Rockband, die 2010 um den Sänger und Songwriter Aaron Bruno gegründet wurde. Nach "Hometown Hero" und "Under The Influence Of Giants" ist es die dritte, aber mit Abstand erfolgreichste Band des 33-Jährigen. Der Bandname Awolnation bezieht sich auf den Spitznamen, den Sänger Aaron Bruno in der Schule innehatte. "Awol" ist die Abkürzung für "absent without official leave" (dt.: unentschuldigt fehlend).
Ein Jahr nach dem US-Release, erscheint das Debütalbum "Megalithic Symphony" am 1. Juni auch hier in Deutschland. Vorab gibt es die Single "Sail" zu hören. Die heisere Stimme von Aaron Bruno, der Synthiebass und die mehrfache Wiederholung des Wortes "Sail" im Refrain, machen den Track zu einem düster-elektronischen Ohrwurm. In den USA schaffte es die Single letztes Jahr in die Top 5 der Alternative Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. In Kanada gab es sogar Doppelplatin. Am 6. Juni könnt ihr euch live von Awolnation überzeugen. Dann kommen sie für einziges Sektorkonzert ins Kölner Gebäude 9.
Ben Howard ist ohne Zweifel einer der Newcomer 2011. Seine Single "Keep Your Head Up" ist noch immer in den Top 100 der deutschen Singlecharts, da kommt auch schon die neue Single vom 23-jährigen Briten. "The Wolves" heißt sie und ist eigentlich gar nicht so neu. Denn bevor der junge Brite für sein Debütalbum "Every Kingdom" ins Studio ging, hatte Ben Howard die beiden Singles "Old Pine" und "The Wolves" im Frühjahr 2011 bereits im Alleingang veröffentlicht. Letztere schaffte es auch da schon in die UK-Charts. Klar, dass der erste Charterfolg mit aufs Debütalbum musste. Nun also folgt der offizielle Re-Release der Single. "The Wolves" zeichnet sich durch einen energiereichen, treibenden Rhythmus aus. Mit der für ihn charakteristischen, rauchigen Stimme packt Ben Howard die Hörer immer weiter, während er vom verlorenen Glauben an die Liebe singt.
Die Frage, wann Pitbull sich eigentlich mal erholt, ist absolut berechtigt. Ein knappes Jahr ist es gerade mal her, dass der Rapper aus Miami mit seinem Album "Planet Pit" bis auf Platz sechs der deutschen Album-Charts stürmte. Aktuell ist er immer noch mit zwei Singles in den Top 100 vertreten. Trotzdem ging es schon wieder schnurstracks ins Studio. Dieses Mal, um den Titelsong zum dritten Teil von "Men in Black" aufzunehmen.
"Back in Time" heißt der hitverdächtige Song und enthält ein Sample des 50er-Jahre Klassikers "Love Is Strange" von Mickey & Sylvia. Wer sich beim Hören fragt, warum ihm das Sample so bekannt vorkommt, der möge sich einfach die Szene im Tanzstudio aus "Dirty Dancing" noch mal anschauen. Im Juni kommt Pitbull für ein paar Konzerte nach Deutschland. Seinen einzigen Halt im Sektor macht er am 19. Juni in Düsseldorf.
Drei Jahre lang war sie von der Bildfläche verschwunden. Aktuell ist sie als Featuregast auf der K’Naan-Single "Is Anybody Out There" zu hören. Jetzt meldet sich Nelly Furtado mit "Big Hoops (Bigger the Better)" auch solo zurück und knüpft nahtlos an Hits wie "Maneater" und "Promsicous" an.
Die entscheidenden Stichworte dabei: je größer, desto besser! Der Vorbote weckt mit ordentlich Bass und treibenden Drums hohe Erwartungen ans fünfte Studioalbum. Das trägt den Namen "The Spirit Indestructible" und erscheint im Juni bei uns. Rodney "Darkchild" Jerkins, der auch schon Künstlern wie den Black Eyed Peas und Destiny’s Child den Feinschliff gab, hat nicht nur die erste Single-Auskopplung produziert. Er ist auch für den größten Teil der 14 Songs auf dem neuen Album verantwortlich, von dem Nelly selber sagt, dass es viele Aspekte der Vorgänger-Alben vereint. Wir dürfen gespannt sein!
Das alte Spiel zwischen Männern und Frauen. Tausendfach besungen. Aus allen erdenklichen Perspektiven. Aber die "beste Band der Welt" besingt das Spielchen natürlich mit der für sie typischen Ironie und Sarkasmus. "Männer und Frauen sind das nackte Grauen. Wie sie sich stundenlang tief in die Augen schauen. Und die Frauen anderen Frauen ihre Männer klauen. Und die Männer an den Frauen ihren Frust abbauen", heißt es beispielweise im Refrain, der Ohrwurmpotential hat.
Ab Mai geht's auf große "Das Ende ist noch nicht vorbei!" Tour. Eine klare Ansage zum 30-jährigen Bestehen: Die Ärtze sind noch lange nicht am Ende angelangt.
Bereits seit über zehn Jahren, sind die Britin von Hot Chip erfolgreich unterwegs. Alle zwei Jahre haben sie, pünktlich wie ein Uhrwerk, ein neues Album auf den Markt gebracht. Im Sommer veröffentlichen sie ihr fünftes Studioalbum. "In Our Heads" heißt die Platte und erscheint am 8. Juni bei uns. Wieder einmal schaffen es die Workaholics perfekten elektronischen Disko-Pop abzuliefern. "Night & Day" ist die erste Single, die ein wenig an die Hintergrundmusik in einem Computerspiel erinnert - von Level zu Level. Der Track ist absolut eingängig, tanzbar und macht gute Laune.
"Here We Are" heißt das Debütalbum der britischen Band Citizens! und ist gleichzeitig auch eine Ansage. Die Citizens! sind da und wollen beachtet werden. Ihr erster Song "Reptile" ist eine Mischung aus Elektro-Pop/Rock-Song. Der Refrain ist eingängig und die 80s Synthesizer sowie die Handschrift von Alex Kapranos lassen sich nicht leugnen. Der Franz-Ferdinand-Frontmann hat sich der jungen Band angenommen und das komplette 11 Songs umfassende Debütalbum produziert. Die Jungs haben Humor und zeigen im Video zu "Reptile" mit unbeholfenen Tanzeilagen, was sie drauf haben.
Macht euch bereit, für eines der heiß ersehntesten Elektroalben des Jahres. Denn am 8. Juni bringt Orlando Higginbottom alias Totally Enormous Extinct Dinosaurs endlich sein Debüt "Trouble" auf den Markt. Einen Vorgeschmack auf "Trouble" liefert der junge Brite mit seiner ersten Single "Tapes & Money". Was sich vom Titel her wie ein 50-Cent-Song anhört, verbirgt in Wahrheit einen astreinen Elektrotrack. T.E.E.D, wie der 28-jährige abgekürzt wird, kann es kaum erwarten sein Debüt rauszubringen: "Es fühlt sich an, als ob ich an diesem Debütalbum seit Jahrzehnten arbeiten würde und jetzt kann ich es kaum noch erwarten, bis es rauskommt!"
Man weiss nicht viel über die junge Frau aus Brixton. Bisher ist sie immer nur als Featuregast aufgefallen, wie zum Beispiel auf SBTRKT's "Nervous" von 2011. Doch nun will Jessie Ware es alleine probieren. Ihr Song "110%" handelt zwar von einer Beziehung, aber man kann sicher sein, dass sie auch in Sachen Karriere 110 Prozent gibt. Der Track klingt erfrischend und ist der perfekte Song, um bei Sonne und mit MP3 Player auf den Ohren, durch den Park zu spazieren.
Gerade mal ein Jahr gibt es die Band Polica. Trotzdem hat sie es in der kurzen Zeit geschafft, dass Bon Iver’s Justin Vernon sie für die heißeste Neuentdeckung des letzen Jahres hält und begeistert von der jungen Band aus Minneapolis schwärmt. Polica überzeugen mit einer Mischung aus Elektro, Pop und R&B."Lay Your Cards Out" heißt die erste Single, auf der Sängerin Channy Leanagh's Stimme ordentlich mit Autotune bearbeitet wurde. Trotzdem schafft sie es mit wenigen Textzeilen uns in ihren Bann zu ziehen. Im Video zum Song tanzt sie locker und lässig im weißen Kleidchen und sieht, dass kann man ruhig sagen, einfach fabelhaft süß aus. Am 11. Mai erscheint das 11 Songs umfassende Debütalbum "Give You The Ghost" dann auch bei uns.
Dank einer weltweiten Werbekampagne eines neuen Internetbrowsers steht
"Too Close" vom
britischen Singer-Songwriter Alex
Clare in den Downloadcharts ganz oben. Dabei ist das
Debütalbum "The Lateness
Of Hour" von dem gelernten Koch schon ein Jahr alt.
Aber so kann es gehen mit Trends und solchen TV-Phänomenen.
Alex Clare ist in seiner
Heimat Großbritannien schon länger kein Unbekannter
mehr. Neben seinem normalen Job im Restaurant, zog ihn die Liebe
zur Musik abends immer wieder in Musikclubs mit Open-Mic-Sessions, bei denen er
sich im Laufe der Jahre eine eigene Fanbase erspielte.
Dass dann natürlich ein Demo über Umwege zu einem Label
kam und er darauf einen Plattenvertrag bekommen hat, ist da fast
schon klar. Also wurde die Kochschürze an den Nagel
gehängt und das neue Album in Los Angeles von Diplo und Stitch - Produzenten von
Santigold und M.I.A. - mit
schweren Beats vollgepackt
und mit sphärischen Melodien produziert. Der Rest ist
Geschichte.
The Temper Trap haben 2009 mit ihrem Debütalbum "Conditions" eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Schuld daran waren charismatische Singles wie "Fader", "Love Lost" oder das ruhige "Sweet Disposition". Nun stand die australische Band erneut im Studio, erstmals auch mit einem neuen Gitarristen, durch den sie nun zum Quintett werden. Produziert wurde das neue Album von Tony Hoffer, der auch schon für den Sound von Beck oder auch Phoenix verantwortlich war. Auf der Bandhomepage kann man sich die Trackliste des neuen Albums bereits anschauen. Neben der ersten offiziellen Single "Need Your Love", die ab jetzt im Radio zu hören ist, haben The Temper Trap mit "Rabbit Hole" einen weiteren Track zum Anhören bereitgestellt. Die neuen Songs kann man dann Ende Juni beim Southside- und Hurricane-Festival bewundern, für das The Temper Trap zugesagt haben
Frittenbude haben investiert, in neues Equipment und, ganz wichtig, in Zeit. Fürs neue Album "Delfinarium" wurde erstmals nicht zwischen Tür und Angel produziert, sondern mit allen drei Bandmitgliedern im Tonstudio. Für eine Band, die quasi auf der Autobahn entstanden ist, und die durch Remixe für befreundete Bands wie Kettcar bekannt geworden ist, schon eine coole Sache. Im Laufe der Jahre hat sich die Band aus Bayern zu einem, gerade beim Livespielen, sehr erfolgreichen Act gemausert, der vor allem junge Menschen zu seinen Fans zählen kann. Die erste Single aus dem dritten Album ist "Wings", deutscher Elektropop, welche wie das ganze Album wieder beim angesagten Hamburger Label Audiolith erscheinen wird.
Martin Solveig ist neben David Guetta der erfolgreichste DJ-Import, den Frankreich im Moment zu bieten hat. Das hat er gerade erst mit seiner Producer-Tätigkeit für das aktuelle Madonna Album "MDNA" bewiesen. An insgesamt sechs Songs hat Martin mitgewirkt und damit ganz zwangsläufig auch einen Großteil des neuen Madonna Sounds mitverantwortet. Neben der Fremdarbeit lässt Martin aber nicht seine eigene Musik aus den Augen. Letztes Jahr hat er sein aktuelles Album "Smash" veröffentlicht. Schon ein Jahr vorher war seine Single "Hello" ein sehr erfolgreicher Clubtrack, der dann auch seinen Weg in die Charts gefunden hat. Seiner neuen Single "The Night Out" könnte nun das gleiche Schicksal blühen, Potential ist auf jeden Fall vorhanden.
Michael Kiwanuka ist Großbritanniens Soulexport der Stunde. Mit seinem gerade veröffentlichten Debütalbum "Home Again" hat er schon jetzt bewiesen, dass er zu Recht auf der BBC "Sound Of 2012"-Liste auf Platz eins gelandet ist. Der studierte Jazzmusiker gibt sich auf seinen Songs der Musik der 60er-Jahre hin, so auch zu hören auf der aktuellen Single "Home Again", die das Prädikat "Einfach nur schön" mehr als verdient hat. Seine Songs funktionieren in den Studioversionen genauso, als wenn Michael sie nur auf der Gitarre performt. Leider gibt es nach einigen Vorprogrammkonzerten von Adele im letzten Jahr noch keine neuen Termine, bei denen wir Michael Kiwanukas Soul aus unmittelbarer Nähe fühlen können. Hoffentlich wird sich das bald ändern.
Jack White meldet sich solo und mit harten Gitarrenriffs zurück. Nachdem die erste Single "Love Interruption" aus seinem im Mai erscheinenden Debütalbum "Blunderbuss" noch eher bluesige Elemente vereinte, geht es auf "Sixteen Saltines" gewohnt rockig zu. Nach The White Stripes, The Raconteurs und zuletzt The Dead Weather ist dieses Soloding für Jack White nur eine logische Konsequenz: "Blunderbluss ist ein Album, dass ich vorher nicht veröffentlichen konnte. Ich habe sehr lange mit dem Veröffentlichen von Songs unter meinem eigenen Namen gewartet, aber diese Songs fühlen sich so an, als wenn ich sie auch nur unter meinem Namen präsentieren könnte". Also dürfen wir uns auf 100 Prozent reinen Jack-White-Sound freuen, den er ganz alleine in seinem Studio in Nashville produziert hat.
Es ist schon komisch: irgendwie fliegt das dänische Trio WhoMadeWho ein wenig unter dem Radar, zumindest, wenn man es mit stilistisch verwandten Acts wie Hot Chip oder LCD Soundsystem vergleicht. Dabei liefert die Band aus Kopenhagen eigentlich immer ganz starkes Material ab. Das gilt auch für das aktuelle fünfte Album "Brighter", das wie der Vorgänger "Knee Deep" auf dem deutschen Techno-Label Kompakt erschienen ist.
Die Single "Inside World" ist ein ziemlich gutes Argument, sich etwas mehr mit WhoMadeWho zu beschäftigen, falls man es noch nicht getan hat: perfekter elektronischer Disko-Pop, der geschickt die Balance hält zwischen glitzernder Oberfläche und dunklen Zwischentönen.
Die Black Keys haben sich in den letzten Jahren still und leise von einer Band für Musiker und Spezialisten zum absoluten Schwergewicht in der amerikanischen Rock-Szene entwickelt. Manchmal schließen sich Qualität und kommerzieller Erfolg eben doch nicht aus. Mit "Lonely Boy" hat das Duo aus Akron, Ohio vor kurzem schon einen amtlichen Hit raus gehauen, der uns noch lange Freude bereiten wird.
Mit "Gold On The Ceiling" liegt jetzt die zweite Single aus dem aktuellen, siebten Album "El Camino" vor. Diesmal haben sie ihren herrlich grobkörnigen Garagen-Blues mit einem guten Schuss Glam Rock veredelt. Doch auch das passt hervorragend ins stimmige Gesamtbild.
2008 war Santi White aka Santigold (damals noch Santogold) mit ihrem selbst betitelten Debütalbum eine der Entdeckungen des Jahres. Die Sängerin aus Philadelphia galt schnell neben M.I.A. oder Freundin Amanda Blank als hoffnungsvollste Protagonistin einer neuen Generation von Musikerinnen. Dementsprechend hohe Erwartungen dürften an den Nachfolger "Master Of My Make-Believe" geknüpft sein, der Anfang Mai erscheinen soll. Die erste Single "Disparate Youth" kann jegliche Befürchtungen zerstäuben, Santigold könnte qualitativ nachlassen: wieder verschmelzen Indie und R&B zu einem ganz starken Song, der sämtliche Versuche, ihn in eine Genre-Schublade zu stecken, unmöglich erscheinen lässt.
Stand: 14.05.2012
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